Ein Glasbild wiegt ein Vielfaches eines Posters, und bohren lässt es sich nachträglich nicht mehr. Beides zusammen bedeutet: Die Befestigung gehört an den Anfang der Planung, nicht ans Ende. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihr Glasbild aufhängen, passend zu Gewicht, Format und Untergrund.
Glasbild aufhängen: erst das Gewicht, dann die Befestigung
Sechs Millimeter Einscheiben-Sicherheitsglas wiegen rund 15 Kilogramm pro Quadratmeter. Ein Glasbild in 60 x 40 Zentimetern kommt damit auf etwa 3,6 Kilogramm, eines in 120 x 80 Zentimetern auf rund 14. Der Sprung ist größer, als er aussieht, denn das Gewicht wächst mit der Fläche und nicht mit der Kantenlänge: Doppelte Breite und doppelte Höhe bedeuten das vierfache Gewicht.
Genauso wichtig ist der Untergrund. Beton und Vollziegel tragen praktisch jedes Format. Gipskarton braucht Hohlraumdübel oder eine Befestigung in der Unterkonstruktion. Frischer Putz, Tapete und alte Fliesen sind die kritischen Fälle, weil dort nicht das Glas das Problem ist, sondern die Schicht darunter.
Bohren oder kleben? Das entscheiden Sie vor der Bestellung
Diese Entscheidung fällt früher, als die meisten erwarten. Bohrungen in Einscheiben-Sicherheitsglas werden vor dem Härten gesetzt, danach zerfällt die Scheibe beim Anbohren vollständig. Wer Punkthalter möchte, muss die Senkbohrungen also schon bei der Bestellung angeben. Dasselbe Prinzip gilt für Steckdosen in der Küchenrückwand.
Kleben geht dagegen jederzeit, auch bei einer Scheibe, die schon bei Ihnen steht. Der Preis dafür ist die Umkehrbarkeit: Eine geklebte Scheibe bekommen Sie nur mit Aufwand wieder von der Wand. In der Mietwohnung spricht das eher für Klett oder Punkthalter, im Eigentum ist der Kleber die unauffälligste Lösung.
Die vier Befestigungen im Vergleich
- Glaskleber: Die Scheibe wird direkt auf die Wand geklebt, ohne Bohrung und ohne sichtbare Technik. Dafür muss der Untergrund eben, sauber und tragfähig sein, und das Abnehmen ist später aufwendig.
- Klettverschlussstreifen: Geprüfte Klettstreifen fixieren die Scheibe ohne Bohrung, und mit einem Glassauger lässt sie sich vorsichtig wieder lösen. Das macht Klett zur naheliegenden Wahl in der Mietwohnung.
- Punkthalter: Glas flächenbündig verschraubt. Vier Senkpunkthalter mit Abdeckplatte und Senkkopfschraube greifen in eine Senkbohrung und schließen vorne bündig mit dem Glas ab. Die Scheibe lässt sich jederzeit wieder demontieren. Wichtig: Die Lochbohrungen fügen Sie selbst im Konfigurator hinzu und positionieren sie dort.
- Aufhängung: Die vom Montageteam empfohlene Variante für Glasbilder. Sie ist schnell angebracht und lässt das Bild optisch schweben, ohne dass die Scheibe gebohrt werden muss.
Welche Variante zu Ihrem Format passt, entscheiden Sie am besten zusammen mit dem Motiv: Unsere Glasbilder gibt es in jedem Maß, und das Zubehör dazu liegt im selben Warenkorb.

Glasbilder befestigen: Montage in der Praxis
Glas ist unhandlich und schwer, deshalb hängt niemand ein großes Bild allein auf. Arbeiten Sie zu zweit, bei größeren Formaten mit einem Glassauger, der auch beim späteren Lösen einer Klettmontage hilft. Zeichnen Sie die Position vorher an der Wand an und prüfen Sie sie mit der Wasserwaage, denn eine schief gesetzte Bohrung lässt sich nicht korrigieren. Beim Kleben gilt die Aushärtezeit des Herstellers: Bis der Kleber abgebunden hat, braucht die Scheibe Keile oder Abstandshalter, die sie in Position halten. Wie das in der Praxis abläuft, zeigt unser Beitrag zur Montage mit Glaskleber.
Fazit
Gewicht aus dem Format ableiten, Untergrund prüfen, dann die Befestigung wählen. Punkthalter nur, wenn die Senkbohrungen schon im Konfigurator gesetzt sind, denn nachträglich geht nichts mehr. Glaskleber, Klettstreifen und Aufhängung lassen die Scheibe ungebohrt. Kleber und Punkthalter finden Sie gesammelt unter Zubehör.






